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„Es werde Licht!“ – Versuch einer theologischen Betrachtung des Lichts mit ständiger Rücksicht auf die Natur- und Sprachwissenschaft

In diesem Blogeintrag möchte ich den Begriff des Lichts von einem theologischen Standpunkt aus betrachten. Dazu werde ich zur Vorbereitung einige linguistische Einsichten des europäischen Strukturalismus in Bezug auf die Systematik unserer Sprache zusammentragen, nämlich das Prinzip der Opposition sowie das Prinzip der Neutralisierung der Opposition. Als Grundlage hierfür dient mir der Band Einführung in die Allgemeine Sprachwissenschaft von Eugenio Coseriu, insbesondere das achte Kapitel „Opposition, Systematizität und Neutralisierung“. Anschließend werde ich untersuchen, inwiefern diese linguistische Einsicht den theologischen Begriff des Lichts erhellen kann.

Das Prinzip der Opposition besagt im Wesentlichen, dass sprachliche Einheiten dadurch konstituiert werden, dass sie sich in Opposition zu anderen sprachlichen Einheiten befinden. Betrachten wir dazu etwa das Wortpaar Sohn und Tochter. Beide Worte haben ein Bedeutungselement gemeinsam: Sie bezeichnen ein Kind ihrer Eltern. Sie stehen aber in Bezug auf ein anderes Bedeutungselement in Opposition zueinander: Das Wort Sohn bezeichnet ein Kind männlichen Geschlechts, das Wort Tochter bezeichnet ein Kind weiblichen Geschlechts. Ein Sohn kann keine Tochter sein, und eine Tochter kann kein Sohn sein: Die Begriffe stehen daher in Opposition zueinander, und es ist gerade diese Opposition (in Verbindung mit dem gesamten sprachlichen System der Oppositionen bezüglich anderer Worte), durch die Sohn und Tochter sprachliche Einheiten bilden.

Das Prinzip der Neutralisierung besagt nun, dass solche Oppositionen nicht immer dazu führen müssen, dass sich sprachlich klar unterschiedene Einheiten bilden: In manchen Situationen oder Kontexten werden einige Oppositionen vielmehr aufgehoben oder neutralisiert. Ein schönes Beispiel hierfür ist das englische Wortpaar man und woman. Einerseits liegt es auf der Hand, dass sich die Worte analog zu Sohn und Tochter in einer Opposition befinden: man bezeichnet einen Menschen männlichen Geschlechts, woman bezeichnet einen Menschen weiblichen Geschlechts.

Andererseits gibt es aber Kontexte, in denen diese Opposition aufgehoben wird. Ein weltberühmtes Beispiel findet sich in der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten: Wenn es dort heißt: „All men are created equal“, dann sind implizit alle Frauen mitgemeint, ohne dass das explizit gesagt werden müsste. In diesem Fall wird die Opposition im Wortpaar man/woman neutralisiert, und man besagt dann soviel wie Mann + Nicht-Mann (d. h. Frau – aber Nicht-Mann ist vielleicht genauer, denn auch Transgender-Personen sind von der Unabhängigkeitserklärung nicht ausgeschlossen, auch wenn dieses Phänomen damals unbekannt war). Das Umgekehrte gilt allerdings ausdrücklich nicht: woman besagt niemals Frau + Nicht-Frau, sondern ausschließlich Frau! Insofern kann man die Neutralisierung der Opposition als asymmetrisch bezeichnen.

Nun öffne ich mit diesem Beispiel natürlich ein ganzes Fass Würmer, das einen weiteren separaten Blogeintrag rechtfertigen würde. So gibt es gute historische Gründe für die Annahme, dass die Verfasser der Unabhängigkeitserklärung eben nicht an alle Menschen gedacht haben, sondern nur an weiße Männer. Es brauchte beispielsweise erst Menschen vom Schlag eines Abraham Lincoln, um die Versklavung schwarzer Menschen abzuschaffen, und es brauchte zudem FrauenrechtlerInnen, die sich unter dem Slogan „All men and women are created equal!” die allgemeinen Frauenrechte erst mühsam erstreiten mussten.

Ich möchte das Thema hier nicht weiterverfolgen und folgendes salomonisches Urteil vorschlagen: In seiner Primärbedeutung bezeichnet man einen Menschen männlichen Geschlechts, aber in einer Sekundärbedeutung bezeichnet man einen Menschen schlechthin, ohne Angabe eines Geschlechts. Ob man sich in wichtigen (oder auch unwichtigen) Schriftstücken so missverständlich ausdrücken will, oder ob man zwecks Geschlechtergerechtigkeit lieber auf andere Formulierungen zurückgreifen sollte, ist demgegenüber eine normative Frage, deren kollektiv einhellige Beantwortung dazu führen kann, dass die Sekundärbedeutung von man im Wandel der Zeit ausstirbt. (Stand jetzt würde ich rein deskriptiv sagen: Es sieht schlecht für sie aus, aber sie atmet noch…)

Es gibt glücklicherweise noch weitere, politisch weniger kontroverse Beispiele, um das Prinzip der Neutralisation zu illustrieren – und mit dem nächsten Beispiel wende ich mich langsam dem eigentlichen Thema dieses Blogeintrags zu: Wir betrachten nämlich das Wortpaar Tag und Nacht. Zunächst liegt hier wieder eine Opposition vor: Beide Worte bezeichnen eine gewisse Zeitspanne, aber Tag bezeichnet – etwas lax gesagt – eine Zeitspanne, in der die Sonne scheint, während Nacht eine Zeitspanne bezeichnet, in der die Sonne nicht scheint. In diesem Sinne schließen sich Tag und Nacht wechselseitig aus, d. h. sie stehen in Opposition zueinander.

In vielen Kontexten kann Tag aber auch für Tag + Nicht-Tag stehen, wie beispielsweise in der Wendung „Jeder Tag hat 24 Stunden.“ Dieser Satz ist offensichtlich korrekt – aber wenn wir Tag in einem Sinn verstehen, der den Satz korrekt macht, kann Tag hier nicht einfach das Oppositionswort zu Nacht sein, da die Nacht in diesem Sinne Teil des Tages ist – oder wie Hegel vielleicht sagen würde: Die Nacht ist im Tage aufgehoben.

Nun hat das Wort Tag heutzutage auch eine Bedeutung, die nicht auf eine Opposition zwischen Tag und Nacht zurückgreift, sondern einfach über die Uhrzeit definiert ist: Ein Tag ist hierbei die Zeitspanne zwischen zwei aufeinanderfolgenden 0 Uhr-Zeiten. Vielleicht ist dies mittlerweile sogar die Primärbedeutung des Wortes Tag – denn wie gesagt: Ein Tag hat 24 Stunden. Wenn das so ist, ist es mit der Opposition zwischen Tag und Nacht offenbar aus.

Andererseits können wir meines Erachtens immer noch etwas mit der Sekundärbedeutung eines Tages anfangen, wonach ein Tag durch je zwei aufeinanderfolgende Sonnenaufgänge definiert ist. Denken wir etwa an Alice, die sich gerade auf einer wundervollen Party befindet. Als sie gerade mit Bernd im Gespräch vertieft ist, schaut sie auf die Uhr und erschrickt: „Oh weh, es ist schon 1 Uhr! Zeit, dass ich mich auf den Heimweg mache, ich habe morgen noch viel vor!“ Bernd antwortet schmunzelnd: „Du meinst wohl, du hast heute noch viel vor…“ Alice erwidert leicht genervt: „Ja doch, du weißt schon, wie ich das meine!“ Bernd: „Ja, ja, schon klar, sollte ein Witz sein. Aber du wolltest mir noch was über die Relativitätstheorie erzählen – komm, ein Bier nehmen wir noch und du erklärst mir das Ganze!“ Alice: „Na gut, eins noch…“ – Nach fünf weiteren Stunden und Bieren schaut Alice völlig verstrahlt aus dem Fenster in den Sonnenaufgang und denkt sich: „Okay, meine Pläne für heute kann ich knicken. Aber war eine geile Party…“

Es ist wohl diese etwas altertümliche, aber immer noch virulente Bedeutung des Wortes Tag, die wir bei einer oberflächlichen Lektüre in den Schöpfungsbericht der Bibel hineinlegen können – womit wir endlich bei der theologischen Betrachtung des Lichts angelangt sind. In Genesis 1, 1-5 (hier und im Folgenden zitiere ich immer aus der Zürcher Bibel) heißt es:

„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und öde, und Finsternis lag auf der Urflut, und der Geist Gottes bewegte sich über dem Wasser. Da sprach Gott: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Und Gott schied das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag.“

Der letzte Satz dieses Zitats legt nahe, dass es sich bei einem Tag um eben das handelt, was die Menschen zur damaligen Zeit unter einem Tag verstanden haben dürften: Die Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang bzw. Sonnenaufgang – man denke an die Doppelbedeutung des Wortes Tag. Vielleicht haben die biblischen Autoren auch tatsächlich nur daran gedacht.

Etwas merkwürdig bleibt freilich, welchen Sinn es in der Geschichte haben soll, von einem Tag zu sprechen, wo doch die Gestirne einschließlich der Sonne erst am vierten Schöpfungstag entstanden sind. Welchen Sinn hat das Wort Tag, wenn es weder Sonne noch Erde gibt?

Wir stehen damit vor einem Rätsel, das sich wie alle biblischen Rätsel auf zweierlei Weise auflösen lässt. Zum einen gibt es den bequemen Weg: Die biblischen Autoren waren einfach primitive Menschen, die nicht so intelligent waren wie wir heute. Wenn sie also hier davon sprechen, dass ein Tag vergeht, ohne dass es überhaupt die Sonne und die Erde gibt, dann zeugt das schlicht von ihrer Blödheit. Das kann man natürlich so sehen, und vielleicht stimmt es auch. So recht glauben will ich das aber nicht.

Der andere Weg besteht darin, die biblischen Autoren erstmal ernst zu nehmen und dabei von der Hypothese auszugehen, dass ihnen die Absurdität völlig bewusst war, und dass sie sie bewusst als solche stehen ließen, um den Leser zum eigenen Nachdenken über dieses absurde Rätsel anzuregen. Die Bibel ist nach diesem Ansatz keine Schrift nach Art eines Wegwerfromans, den man beim erstmaligen Lesen sofort versteht und anschließend befriedigt in den Schrank zurückstellt. Die Bibel ist vielmehr ein Meditationsbuch, wie es in Psalm 1, 1-3 geschrieben steht:

„Wohl dem, der […] Lust hat an der Weisung des Herrn und sinnt über seiner Weisung Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, an Wasserbächen gepflanzt: Er bringt seine Frucht zu seiner Zeit, und seine Blätter welken nicht. Alles, was er tut, gerät ihm wohl.“

Es ist dieser Ansatz, den ich im Folgenden verfolgen werde. Daher zurück zur Frage: Welchen Sinn hat das Wort Tag, wenn es weder Sonne noch Erde gibt? Um das zu beantworten, müssen wir uns (leider) ansehen, welches Wort im hebräischen Original verwendet wird. Das Wort für Tag lautet י֔וֹם, gelesen: yom, und hat seine etymologische Wurzel in einem Wort für heiß sein, es bezeichnete daher ursprünglich vielleicht einmal die warmen Stunden eines Tages. Wir können aber davon ausgehen, dass das Wort zur Zeit der biblischen Autoren bereits in einem weiter gefassten Sinn verwendet wurde.

Primär heißt es soviel wie Tag, wobei sich in der hebräischen Sprache die gleiche Opposition mit Nacht sowie die zugehörige Neutralisierung der Opposition findet: Es heißt daher je nach Kontext Tag oder Tag + Nicht-Tag. (Wir kommen gleich darauf zurück.) Es gibt aber auch Sekundärbedeutungen, wonach י֔וֹם auch mit Jahr übersetzt werden kann, sowie die ganz allgemeine Bedeutung von Zeit oder Zeitraum haben kann.

Gott nannte das Licht also י֔וֹם, und wir müssen hierbei sowohl an die Übersetzung Tag als auch an die Übersetzung Zeit bzw. Zeitraum denken. Außerdem schied er das Licht von der Finsternis und nannte die Finsternis Nacht. Nun stehen die Wortpaare Tag und Nacht wie bereits erwähnt in einer Opposition zueinander, die in gewissen Kontexten aufgehoben werden kann: Tag kann sowohl das Gegenteil von Nacht bedeuten, aber auch Tag + Nicht-Tag. In letzterem Fall ist die Nacht im Tag aufgehoben, um erneut die an Hegel gemahnende Wendung zu reproduzieren.

Welchen Kontext sollen wir für die biblische Geschichte zugrunde legen? Stehen Tag und Nacht in Opposition, oder ist die Opposition neutralisiert? Nun: Aus dem konkret gegebenen Kontext ergeben sich keine Hinweise in die eine oder die andere Richtung. Und da wir es hier mit einer narrativen Erzählung und somit mit einer Form von Kunst zu tun haben, werden wir dazu angehalten, beide Lesarten zugleich zu vergegenwärtigen: Licht und Finsternis sind Gegensätze, allerdings Gegensätze, die sich auf solche Weise aufheben können, dass das Licht die Finsternis umgreift. Wie sollen wir das verstehen?

Vielleicht versuchen wir, uns diesem Mysterium von einer anderen Seite aus zu nähern. Wie wir wissen, ist Licht das Medium, vermöge dessen wir die Gegenstände in der Außenwelt sehen können. In absoluter Finsternis sehen wir nichts – wir sehen die Gegenstände erst dann, wenn sie von Licht beschienen werden, und wenn dieses Licht anschließend von den Gegenständen in unsere Augen reflektiert wird. Wenn man den Vorgang des Sehens so auffasst, ergibt es einen gewissen Sinn zu sagen, dass wir eigentlich nur Licht sehen können: Das einzige, was unsere Augen aufnehmen, sind Lichtwellen – und im Gehirn werden die Informationen dieser Lichtwellen so verarbeitet, dass wir daraus ein inneres Bild der Außenwelt erhalten.

Was würde nun aber passieren, wenn wir tatsächlich einmal reines Licht sehen würden, frei von jeder Beimengung an Finsternis? Die treffendste Analogie für diesen Fall wäre ein direkter Blick in die Sonne, und wir wissen, was daraus resultiert: Zunächst würden wir ein strahlendes Weiß wahrnehmen, das unser gesamtes Sichtfeld einnimmt – und mit der Zeit würden wir erblinden, weil unsere Augen durch die intensive Lichtstrahlung irreparabel geschädigt würden.

Das bedeutet also: Einerseits macht es Sinn zu sagen, dass wir nur Licht sehen können, aber andererseits kann dieses Licht, das wir da sehen, kein reines Licht sein, da dieses Licht uns so sehr blenden würde, dass wir nichts mehr sehen könnten. Es macht also am ehesten Sinn zu sagen: Was wir im normalen Alltagszustand sehen, ist nur Licht, aber kein reines Licht, sondern Licht vermischt mit Finsternis, und zwar so, dass wir dadurch die Gegenstände unserer Außenwelt wahrnehmen können. Insofern kann man sagen, dass das Licht die Finsternis umgreift und aufhebt.

Aber die andere Bedeutung von Licht, die in der oppositionellen Entgegensetzung von Licht und Finsternis besteht – also als reines Licht, das frei von jeder Beimischung von Finsternis ist, kommt in der biblischen Geschichte ebenfalls zum Tragen, und zwar dann, wenn Gott sich selbst den Menschen zeigt. Wir können hierbei etwa an die Geschichte von Moses und dem Dornbusch denken, in der Moses sein Gesicht verhüllt, aus Angst, Gott direkt anblicken zu müssen (Exodus 3, 6), oder wenn Gott zu Moses am Berg Sinai sagt: „Du kannst mein Angesicht nicht sehen, denn ein Mensch kann mich nicht sehen und am Leben bleiben.“ (Exodus 33, 19). Dieses reine Licht Gottes ist also nicht etwas, das für uns Menschen gut wäre, sondern im Gegenteil: Es hat für uns tödliche Konsequenzen. Wir kommen darauf gegen Ende dieses Essays noch einmal zurück.

Kehren wir zurück zur Schöpfungsgeschichte und betrachten sie aus dem Blickwinkel, den das Licht als י֔וֹם im Sinne von Zeit auf diese Geschichte wirft. Gott nennt das Licht also Zeit und die Finsternis damit Nicht-Zeit, und zwar so, dass Zeit und Nicht-Zeit zugleich in Opposition sowie in neutralisierter Opposition zueinanderstehen, wobei Zeit die Nicht-Zeit aufhebt. Wie sollen wir das nun wieder verstehen?

Betrachten wir die ganze Sache einmal aus unserer heutigen kosmologischen Perspektive, so können wir doch folgendes sagen: Im Urknall ist das Universum mitsamt seiner Raumzeit entstanden. Was vor dem Urknall war, darüber können wir physikalisch gesehen nichts sagen, ja mehr noch: Physikalisch gesehen ist die Frage sinnlos, da es keinen Zeitpunkt vor der Raumzeit gibt.

Die biblische Geschichte wiederum sagt uns, dass vorm Urknall bereits die Nicht-Zeit existiert hat, denn noch vor der Erschaffung der (Raum-)Zeit „lag Finsternis auf der Urflut“. Die Finsternis – und damit die Nicht-Zeit – existierte somit bereits vor der Zeit, und durch den Ausspruch „Es werde Licht!“ entsteht die Zeit, die diesen wüsten und leeren Zustand der Nicht-Zeit aufhebt.

Ich möchte nicht behaupten, dass dieses biblische Narrativ für mich einen Sinn ergibt, den ich nachvollziehen könnte. Ich kann allerdings genau so wenig behaupten, dass das physikalische Narrativ der Entstehung der Raumzeit einen Sinn ergibt, den ich nachvollziehen könnte. Was ich allerdings behaupten kann: Die beiden Narrative schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern ergänzen sich vielmehr, denn die biblische Geschichte kann als Versuch verstanden werden, das zu sagen, was die Naturwissenschaft in weiser Bescheidenheit nicht sagen kann und will.

Vielleicht kann uns die Naturwissenschaft aber noch bei einer anderen Frage auf die Sprünge helfen: Was hat die Erschaffung von Licht mit der Erschaffung von Zeit zu tun? Warum nennt Gott das Licht überhaupt Zeit?

Nun, für die biblischen Autoren wird dies vermutlich nahe gelegen haben, weil man sich am gleichmäßigen Gang der Gestirne ein Bild davon machen konnte, wie spät es ist. Über die Hintergedanken der biblischen Autoren möchte ich aber nicht viel sagen, weil ich über den kulturellen Kontext, in dem die Schriften der Bibel entstanden sind, keine Ahnung habe und meine Kompetenzen daher nicht überschreiten möchte.

Aus Sicht der heutigen Physik ist jedenfalls interessant, dass der Begriff der Raumzeit nicht mehr als fundamental für die Naturwissenschaft angesehen wird. So sagt etwa der Physiker Nima Arkani-Hamed in diesem Video (6:09): „Almost all of us [physicists] believe that space-time doesn’t really exist, space-time is doomed and has to be replaced by some more primitive building blocks.” Wie genau man sich das vorzustellen hat – und ob man sich das überhaupt vorstellen kann – darüber besteht unter Physikern noch keine Einigkeit. Aber bezüglich einer Tatsache herrscht soweit ich weiß Einigkeit: Dass das Licht in jedem Fall eine konstante Geschwindigkeit hat, und dass sich die Raumzeit – oder jedenfalls das, was wir Raumzeit nennen – diesem Diktat des Lichts durch Krümmen und Strecken zu beugen hat.

Wie wir seit Einstein wissen, ist Zeit ein relatives Phänomen. Angenommen, ich habe zwei baugleiche Uhren und lege die eine auf meinen Schreibtisch und schnalle die andere an eine Rakete, die ich mit annähernder Lichtgeschwindigkeit in ein anderes Sonnensystem schicke. Anschließend beobachte ich die Uhr an der sich von mir fortbewegenden Rakete mithilfe eines superhochauflösenden Teleskops. Was würde ich sehen? Antwort: Ich würde sehen, dass die Uhr an der Rakete deutlich langsamer tickt als die Uhr auf meinem Schreibtisch!

Also vergeht die Zeit in der Rakete langsamer als auf der Erde? Not so fast! Setzen wir Alice in die Rakete und schicken sie mit annähernder Lichtgeschwindigkeit und ausgerüstet mit einem superhochauflösenden Teleskop in ein anderes Sonnensystem. Was wird sie sehen, wenn sie mit ihrem Teleskop auf die Uhr auf meinem Schreibtisch blickt, die sich aus ihrer Sicht immer weiter von ihr fortbewegt? Antwort: Sie wird ganz analog sehen, dass die Uhr auf meinem Schreibtisch deutlich langsamer tickt als die Uhr in ihrer Rakete!

Also vergeht die Zeit auf der Erde langsamer als in der Rakete? Ebenfalls Quatsch: Die Zeit in einem objektiven Sinn gibt es nicht. Zeit ist nur ein Wort, oder um es mit der Bibel in kryptischen Worten zu sagen: Zeit ist nur der Name für Licht.

Ich denke, jetzt ist ein guter Zeitpunkt für eine augustinische Wehklage gekommen: „Ich bekenne dir, Herr, daß ich immer noch nicht weiß, was die Zeit ist. Und gleichzeitig bekenne ich dir, daß ich weiß, daß ich diese Dinge in der Zeit ausspreche und daß ich hier schon lange über die Zeit spreche und daß dieses ‚lange‘ nichts anderes ist als eine Zeitspanne. Aber wie kann ich das wissen, ohne zu wissen, was die Zeit ist? Oder weiß ich vielleicht nur nicht, wie ich sagen soll, was ich weiß? Weh mir, der ich noch nicht einmal weiß, was ich nicht weiß!“ (Bekenntnisse, 11. Buch, XXV.32)

Gehen wir das Problem von Zeit und Nicht-Zeit noch einmal von Augustinus aus an: Wir wissen doch, dass wir diese Dinge in der Zeit aussprechen. Wann sprechen wir die Dinge aus? Jetzt! Was heißt Jetzt? Jetzt heißt jetzt, und das ist alles. Ja, das ist alles: In einem gewissen Sinne ist nämlich immer jetzt. Die Vergangenheit ist nicht mehr, die Zukunft ist noch nicht – die einzige Zeit, der wir guten Gewissens ihre volle Existenz zusprechen können, ist die Gegenwart, also jetzt.

Aber auch die Gegenwart oder das Jetzt ist ein seltsamer Begriff mit allerlei merkwürdigen Grillen und Mucken. Wie lang erstreckt sich die Gegenwart oder das Jetzt? Stellen wir uns die Zeit wie eine Dimension in einem Cartesischen Koordinatensystem vor, dann ist die Gegenwart nicht mehr als ein ausdehnungsloser Punkt auf der Linie. So betrachtet, schrumpft die Gegenwart zu einem Nichts, einer Nicht-Zeit zusammen. Die Gegenwart ist ein verschwindend kurzer Zeitraum, oder genauer: Das Jetzt ist so kurz, dass man bei ihm gar nicht mehr sinnvoll von einem Zeitraum sprechen kann.

Dieser innere Widerspruch im Zeitbegriff – dass alles in einem gewissen Sinne jetzt ist, das Jetzt selbst aber in einem anderen Sinne Nichts – wird besonders flagrant, wenn wir uns fragen, wie ein Photon eigentlich die Zeit erfahren würde, wenn es bewusst wäre.

Die verblüffende Antwort lautet: Für ein Photon fallen der Moment seiner Entstehung und der Moment seiner Vernichtung in einen einzigen Zeitpunkt zusammen. Selbst wenn wir ein Photon betrachten, das sich aus unserer Sicht über einen Zeitraum von Milliarden von Jahren durch das Universum bewegt, würde das Photon selbst von diesem langen Zeitraum nichts mitbekommen.

Für das Photon selbst sieht es nämlich so aus, als würde es überhaupt keine Strecke durch den Raum zurücklegen, weil sich aus Sicht des Photons die Raumdimension, in der es sich fortbewegt, zu einem einzigen Punkt zusammenzieht. Entsprechend zieht sich auch die Zeitdimension zu einem einzigen Punkt zusammen, und das Photon wird daher im selben Augenblick vernichtet, in dem es entstanden ist – jedenfalls aus Sicht des Photons selbst.

Können wir das verstehen? Im Ansatz vielleicht schon. Denn wenn wir versuchen, den durch das Wort Jetzt bezeichneten Zeitpunkt in Gedanken festzuhalten, so wird uns dies nicht gelingen: Selbst wenn ich wahrheitsgemäß sage: „Jetzt ist es auf die Sekunde genau 20.24 Uhr“, so wird die Wahrheit der Aussage bereits während des Aussprechens schal, um wieder einmal mit Hegel zu sprechen. Auch das Jetzt wird im selben Augenblick vernichtet, in dem es entstanden ist – das wirklich Paradoxe am Jetzt ist aber, dass es seine eigene Vernichtung wie durch ein Wunder doch zu überleben scheint.

Wir können nun den Zusammenhang von Zeit und Nicht-Zeit aus unserer Sicht vielleicht so formulieren: Zeit meint eigentlich den gegenwärtigen Zeitpunkt, Jetzt, und Nicht-Zeit ist die Zeit, die nicht Jetzt ist, also Vergangenheit respektive Zukunft. Das Jetzt ist nicht vergangen, sondern vergeht; das Jetzt ist nicht zukünftig, sondern wird – und umgekehrt sind Vergangenheit und Zukunft nicht jetzt. Insofern stehen die Begriffe in Opposition zueinander.

Betrachten wir den Zusammenhang von Zeit und Nicht-Zeit nun aus der Sicht des Lichts, so bedeutet Zeit einzig und allein den singulären Zeitpunkt seiner Entstehung und Vernichtung, den das Licht ebenfalls als Jetzt bezeichnen könnte. Die Nicht-Zeit wäre das, was außerhalb dieses Zeitpunkts liegt – was aus der Sicht des Lichts zu ähnlichen Absurditäten führt wie unsere Frage danach, was vor dem Urknall war. Insofern stehen auch hier Zeit und Nicht-Zeit in Opposition zueinander.

Nun gibt es Kontexte, in denen die Opposition zwischen Tag und Nacht neutralisiert werden kann, dergestalt, dass die Nacht als Teil des Tages erscheint. Können wir einen solchen Kontext auch für die Begriffe Zeit und Nicht-Zeit herstellen?

Vielleicht, indem wir das Jetzt aus Sicht des Lichts sowie das Jetzt aus unserer Sicht gedanklich übereinander legen: Da sich unsere gesamte Zeitdimension aus der Sicht des Lichts zu dem singulären Jetzt-Moment seines Entstehens und Vergehens zusammenzieht, kann man sagen, dass das, was wir Nicht-Jetzt nennen, in dem aufgehoben ist, was das Licht selbst als Jetzt bezeichnen würde.

Was für das Licht ein singulärer Zeitpunkt mit Namen Jetzt ist, stellt sich für uns metaphorisch gesprochen als eine Art Wanderung dar: Ein sich selbst erhaltender Zeitpunkt namens Jetzt wandert aus der Vergangenheit in die Zukunft. Den Startpunkt dieser Wanderung nennen wir Urknall. Ob die Wanderung einen Zielpunkt hat, ist für uns unbekannt, daher sagen wir nur, dass das Jetzt auf dem Weg in die Zukunft ist. Am sinnfälligsten stellen wir uns das Jetzt dabei mit einer Fackel bewaffnet vor: Denn während die Zukunft Schritt für Schritt ins gleißende Licht des Tages tritt, hüllt sich die Vergangenheit mit jedem Schritt immer tiefer ins Dunkle der ewigen Nacht.

Dieser Interpretationsansatz ist natürlich nicht durch die wortwörtliche Bibelauslegung gedeckt, denn י֔וֹם ist nicht ein Wort für Jetzt, sondern nur für Zeit. Andererseits hat uns die Untersuchung des Zeitbegriffs selbst auf die Fährte geführt, dass es in gewisser Hinsicht immer nur die Jetzt-Zeit gibt, insofern begebe ich mich vielleicht nicht zu sehr aufs Glatteis. Ein interessantes weiteres Indiz, das ich zur Stützung meiner Interpretation heranziehen könnte, wäre die Tatsache, dass es im biblischen Hebräisch keine anderen Tempora als das Präsens gibt. Die Bibel stellt also das gesamte Narrativ so dar, als würde es jetzt geschehen.

Das steht in einem interessanten Kontrast zur Sprache der Physik, welche die Mathematik ist: Physikalisch bzw. mathematisch lässt sich das Jetzt in keiner Weise ausdrücken! Das von der Mathematik beschriebene Mengenuniversum – so es denn existiert – befindet sich in einer Sphäre der abstrakten Entitäten jenseits von Raum und Zeit, weshalb der Versuch, so etwas wie Hier oder Jetzt in mathematischer Sprache definieren zu wollen, völlig hoffnungslos wäre. Und auch die Physik hat sich vom Begriff der Gleichzeitigkeit und damit auch vom Jetzt verabschiedet – wir sprachen bereits über die wechselseitig verlangsamt wahrgenommenen Uhren.

Ein letztes interessantes physikalisches Phänomen das Licht und die Raumzeit betreffend lässt sich in der Quantenphysik beobachten. Wir schießen ein Photon durch einen Doppelspalt, wonach es anschließend auf einer Detektorwand aufprallt. Nun können wir uns doch die Frage stellen: Durch welchen Spalt ist das Photon geflogen? Die Quantenphysik gibt uns die verblüffende Antwort: Die Frage ist falsch gestellt! Das Photon ist weder durch den linken noch durch den rechten Spalt geflogen. Es ist aber auch nicht durch beide Spalte geflogen, und es ist auch nicht durch keinen Spalt geflogen. Wo ist das Problem an der Frage?

Das Problem ist, dass alle Antworten auf die Frage präsupponieren, dass das Photon eine wohldefinierte Bahn durch den Raum zurücklegt, wenn wir es nicht beobachten – und das tut das Photon nicht! Tatsächlich verhält sich das Photon bei Nichtbeobachtung eher wie eine Welle, von der wir auch nicht sagen können, dass sie sich an einem wohldefinierten Ort befindet, sondern von der wir eher sagen würden, dass sie sich auf eine gewisse Weise – eben wellenförmig – im Raum ausbreitet.

Aber wie können wir dieses Bild des sich wellenförmig im Raum ausbreitenden Photons mit dem relativitätstheoretischen Bild eines Teilchens zusammenbekommen, für das sich die Realität so darstellt, als würde sich die Dimension seiner Flugbahn zu einem einzigen Raumpunkt zusammenziehen?

Diese Frage muss ich als Nichtphysiker leider offenlassen, da mir eindeutig die Expertise fehlt. Es hat allem Anschein nach aber irgendetwas mit extrem kurzen, eindimensionalen Strings in einer zehn- bzw. elfdimensionalen Raumzeit zu tun, wobei die sechs bzw. sieben über unsere Raumzeit hinausgehenden Raumdimensionen in sich gewunden und so klein sind, dass man sie mit keinem Messinstrument erkennen kann. Allerdings sind die Strings so kurz und die zusätzlichen Dimensionen so klein, dass unsere herkömmlichen Begriffe von Raum und Zeit auf dieser Betrachtungsebene möglicherweise komplett versagen, sodass es in Wahrheit schon irreführend sein könnte, überhaupt von kontinuierlichen Strings zu sprechen. Wie bereits erwähnt: Spacetime is doomed…

Wenden wir uns nach diesen Überlegungen die Zeit betreffend einem letzten Aspekt der Schöpfungsgeschichte zu: „Und Gott sah, dass das Licht gut war.“ Wir haben bereits gesehen, dass man anhand der Namen von Licht und Finsternis davon ausgehen darf, dass Licht und Finsternis in einer neutralisierten Opposition zueinanderstehen können. Daraus ergibt sich die Frage: Welche Bedeutung des Wortes Licht liegt hier zugrunde?

Auch in diesem Fall ist kein Kontext angegeben, der uns mitteilen würde, ob hier das Licht in der Bedeutung von Licht gemeint ist, oder ob das Licht in der Bedeutung Licht + Finsternis gemeint ist. Daher denke ich, dass wiederum beides zugleich gelesen werden muss: Zum einen ist Licht in der Bedeutung von Licht gut. Zum anderen ist aber auch Licht in der Bedeutung von Licht + Finsternis gut. Was haben wir davon zu halten?

Halten wir uns an die Chronologie der Schöpfungsgeschichte, so fand Gott die Welt in einem Zustand der Finsternis vor. Er sorgt für Licht und sieht, dass der neue, lichtvolle Zustand im Vergleich mit dem vorherigen finsteren Zustand gut ist. Insofern ist Licht gut und Finsternis (relativ gesehen) nicht gut.

Aber es ist doch bemerkenswert, dass Gott nicht einfach dafür gesorgt hat, dass die Finsternis vollständig vertrieben wurde. Als Frage formuliert: Wenn das Licht doch verglichen mit der Finsternis gut ist, warum nicht einfach vollständig für Licht sorgen und die Finsternis komplett vertreiben?

Hier müssen wir beachten, worauf die Schöpfung gerichtet ist: Ziel der Schöpfung ist die Erschaffung des Menschen, und für den Menschen ist reines Licht eben nicht gut! Das sehen wir, wenn wir zu lange in die Sonne schauen, und das vermittelt uns auch die Bibel, wenn sie uns lehrt, dass der Anblick Gottes für den Menschen tödliche Folgen hat.

Dies ist vielleicht der Sinn hinter der Aussage, dass Licht in der Bedeutung Licht + Finsternis gut ist. Der Mensch kann nur in einer Welt leben, in der er ausschließlich mit Licht in der Form Licht + Finsternis in Kontakt kommt, und weil es der Mensch ist, auf den hin Gott die gesamte Schöpfung konzipiert hat, ist Licht + Finsternis gut, auch wenn Finsternis für sich genommen schlecht ist.

Betrachten wir nun zum Abschluss dieses Essays die Aussage „Und Gott sah, dass das Licht gut war“ vor dem Hintergrund, dass der Name des Lichts als Jetzt verstanden werden kann. Wie können wir diese Aussage verstehen?

Erstens können wir die Aussage als göttliche Zusage verstehen, dass der jetzige Augenblick gut ist, so wie er ist. Selbst wenn es uns vor lauter Finsternis nicht so scheinen mag: Hätten wir volles Wissen über die gesamte Schöpfung, so würden wir mit Gott zur Einsicht kommen, dass jetzt alles gut ist, so wie es ist.

Aber was tun, wenn die Finsternis so erdrückend ist, dass die göttliche Zusage, dass der jetzige Augenblick gut ist, wie blanker Hohn wirkt? Dann sollte man sich an die folgende zweite göttliche Zusage erinnern: Jetzt + Nicht-Jetzt ist gut, so wie es ist. Mag sein, dass das Jetzt ziemlich kacke aussieht – aber wenn wir Jetzt + Nicht-Jetzt als Ganzes betrachten könnten, würden wir wie Gott feststellen, dass es unterm Strich eine positive Bilanz gibt. Auf jede Nacht folgt ein neuer Morgen. Auf die Finsternis folgt das Licht. Um den Koran zu paraphrasieren: Was es in solchen Momenten braucht, ist Geduld in Widrigkeit.

Drittens können wir den Satz auch als göttliche Aufwertung des Jetzt mit gleichzeitiger Abwertung von Vergangenheit und Zukunft verstehen. Vor diesem Hintergrund lassen sich auch einige Aspekte der radikalen Ethik von Jesus Christus deuten: Zur Vergebung der Sünden reicht es völlig hin, dass du jetzt deine Fehler bereust – demgegenüber werden die konkreten vergangenen Missetaten irrelevant. Auch sollst du dich nicht um die Zukunft sorgen – gib deine überschüssigen Güter lieber jetzt den Armen, auf dass du dir dadurch einen Schatz im Himmel erwirbst.

Eine Frage, die sich in der christlichen Ethik immer wieder stellt, ist freilich: Können wir das, was Jesus da fordert, überhaupt leisten? Brauchen wir nicht die Mischung aus Licht und Finsternis, Jetzt und Nicht-Jetzt, um überhaupt als Menschen leben zu können? Eine Beantwortung dieser Fragen würde offensichtlich den Rahmen dieses Essays sprengen.

Man kann Jesus allerdings nicht vorwerfen, dass er Wasser gepredigt und Wein getrunken hätte – denn bei aller Verherrlichung, die ihm bereits von den Verfassern des Neuen Testaments zuteilgeworden ist, bleibt er doch ganz nüchtern betrachtet auch nur ein Mensch. So gesehen liegt der Fehdehandschuh, den Jesus durch sein Handeln jedem einzelnen Menschen hingeworfen hat, immer noch auf dem Boden. Wirst du ihn aufnehmen oder nicht? Wie auch immer du dich entscheidest, eines ist gewiss: Du wirst es jetzt tun.

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